Zum Start des Blogs „Grenzgänger unter uns“

Mehrere Studierende haben im Herbst 2010 eine Webseite ins Leben gerufen die umfassend über Flucht, Flüchtlinge, Asyl und alle damit assoziierten Themenbereiche informiert sollte. Leider war das Projekt durch die Einbindung ins Studium zunächst zeitlich auf ein Jahr begrenzt.

„Flucht und Asyl“ ist aber ein äußerst heikles Thema geblieben, dass von vielen Seiten mit unterschiedlichsten Meinungen und Auffassung diskutiert und behandelt wird. Manche Politiker sprechen davon, dass Europa „überrannt“ wird von sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen, weshalb es einer strengen Grenzsicherung bedürfe. Initiativen wie „Pro Asyl“ kritisieren dagegen vehement die Grenzsicherungspolitik, deren Mitverschulden es ist, dass Menschen an Europas Grenzen ihr Leben riskieren und mitunter sterben.

Wir, die Autoren dieses Blogs, möchten zum Diskurs über „Flucht und Asyl“ beitragen. Wir erachten es als wichtig, über dieses Thema nachzudenken, zu diskutieren, sich eine Meinung zu bilden, und wir hoffen darauf, dass durch ein Mehr an Information Menschen einen Einblick in die Sehnsüchte von Flüchtlingen, in die vielseitigen Gründe für Flucht und die Grenz- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union gewinnen und für die Menschenrechte eintreten, denen sich auch Europa verpflichtet sieht.

In diesem Blog beziehen wir deshalb eine Stellung pro Flüchtlinge. Wir machen das an dieser Stelle deshalb deutlich, weil wir einen offenen Diskurs führen möchten, mit guten Argumenten und Lösungsvorschlägen. Auf der andern Seite muss hier auch angemerkt sein, dass persönliche Meinungen des jeweiligen Autors hier sehr wohl eingebracht und Teil der Auseinandersetzung werden sollen. Zum offenen Diskurs gehört unseres Erachtens auch, dass die Klarnamen der jeweiligen Autoren genannt und Pseudonyme vermieden werden. Im Blog werden wir alle Medien und Darstellungsformen nutzen, die wir zu Veranschaulichung des jeweiligen Themas für sinnvoll halten. Darstellungsart oder Textform werden aber deutlich gemacht um dem Leser zu ermöglichen zwischen persönlicher Meinung und wissenschaftlicher Argumentation zu unterscheiden.

Trotz unserem Bekenntnis zu den Menschenrechten und unserer Stellungnahme für Flüchtlinge und damit selbstverständlich für die Ausweitung und konsequente Anwendung des Asylrechts werden wir in diesem Blog pragmatische und machbare Lösungswege vorschlagen, die die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, Europa und an den Grenzen wenigstens ein klein wenig verbessern. Dies geschieht, weil uns klar ist, dass politische Veränderungen in eben solchen kleinen Schritten passieren, auch wenn wir hoffen, dass eine umfassende Veränderung des Asylrechts und der Flüchtlingspolitik, die den Menschen gerecht wird, besser heute als morgen geschieht.

Marc Rothballer, Simon Oschwald

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